Rubbelkrepp: Wie du Maskierflüssigkeit richtig nutzt

Hast du schonmal von Rubbelkrepp gehört? Es geht dabei nicht um eine spannende Lotterie, sondern bietet dir geniale Möglichkeiten für deine Aquarelle!

Wie du Rubbelkrepp (auch „Maskingfluid“) richtig nutzt und dein Papier dabei unbeschadet bleibt, erfährst du in diesem Artikel.

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Das Ziel von Maskierungen

Du magst dich fragen, wozu man das komische Zeug überhaupt braucht. Die Antwort ist simpel:

Rubbelkrepp ermöglicht dir, (weiße) Flächen auf deinem Papier vor Farbe zu schützen.

Wenn du schon länger der Aquarellmalerei verfallen bist, wirst das Problem mit weißen Flächen kennen.

Da es beim Aquarellieren keine weiße Farbe gibt, müssen andere Methoden her. Eine Möglichkeit ist das Abkleben von Flächen, die weiß bleiben sollen (sofern du weißes Papier nutzt).

Getrocknetes Rubbelkrepp

So musst du nicht mühsam um deine Objekte herummalen, sondern kannst die Farben fließen lassen. Besonders bei Verläufen und Hintergründen möchte man möglichst dynamisch arbeiten – da ist filigranes Umranden nicht immer möglich.

Die Vorteile von Rubbelkrepp nutzen

Rubbelkrepp ist praktisch ein Klebeband in flüssiger Form. Damit ermöglicht es dir, selbst komplexe Objekte zu maskieren.

Auch kleine Punkte und Lichtreflexe lassen sich prima aussparen. Das wäre mit Kreppband von der Rolle nicht möglich (es sei denn, du beherrschst einen meisterlichen Scherenschnitt).

Getrocknetes Rubbelkrepp auf dem Papier

Sobald dein Motiv getrocknet ist, wird das getrocknete Material einfach mit den Fingern abgerubbelt – daher der Name (und mein schlechter Witz mit den Lotterie-Losen am Anfang).

Fertiges Motiv nachdem entfernen des Rubbelkrepps

Die richtige Anwendung

Okay, genug geplaudert! Ich zeige dir, wie du die blaue Gummi-Mischung richtig nutzt.

  1. Schüttle dein (stets gut verschlossenes) Fläschchen ordentlich durch!
  2. Nutze einen alten oder billigen Pinsel, um die Flüssigkeit dünn aufzutragen. Überall dort, wo du keine Farbe haben möchtest, muss das Papier vollständig bedeckt sein. Für sehr feine Punkte eignet sich zum Beispiel auch ein Zahnstocher.
  3. Wasch den Pinsel gründlich aus – sonst war es das letzte Mal, dass er so flexibel ist.
  4. Lass das Rubbelkrepp trocknen. Je nach Schichtdicke kann das wenige Minuten oder auch eine halbe Stunde dauern.
  5. Ist alles richtig trocken, malst du dein Bild wie gewünscht weiter. Dabei pinselst du einfach über die maskierten Flächen, ohne auf Konturen achten zu müssen. Herrlich, oder?
  6. Es ist wieder warten angesagt. Die Aquarellmalerei ist ungemein entschleunigend… Oder du widmest dich zwischendurch einem weiteren Motiv.
  7. Sind Papier und Farben richtig getrocknet, rubbelst du das Maskingfluid einfach ab. Am besten geht das tatsächlich mit den Fingern. Länger als 24 Stunden würde ich das Krepp nicht auf dem Papier lassen (du kannst das aber gern für mich testen).

Et voilà – deine ausgesparten Objekte erstrahlen in reinem weiß!

Übrigens: Die Farbe im Rubbelkrepp ist notwendig, damit du deine Maskierungen auf weißem Papier noch erkennst. Nutzt du farbiges Papier, kannst du auch ungefärbte Maskierflüssigkeit nutzen.

Rubbelkrepp von Schmincke

Mit diesen Tipps sollte deine Maskierflüssigkeit prima funktionieren, ohne das Papier zu zerstören. Das gilt allerdings nur, wenn du hochwertiges Aquarellpapier nutzt. Auch Hanfpapier hat bei mir problemlos standgehalten.

Je gröber dein Papier ist, desto fester hält sich das Fluid in den Fasern fest. Bitte teste daher immer die Kombination aus Papier und Rubbelkrepp, bevor du es in einem echten Motiv nutzt.

1 Gedanke zu „Rubbelkrepp: Wie du Maskierflüssigkeit richtig nutzt“

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